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Zum Interview bei der Antenne Koblenz 98.0

Da war es nun also soweit 🤩 Nach einem kurzen Vorgespräch zum Thema “Imkerei als Hobby” wurde ich von Frühstarter Tim Reimann zu einem Interview eingeladen. Mit im Gepäck hatte ich eine Idee für eine Verlosung. In der Morgensendung habe ich dann einige Fragen beantwortet und auch direkt zwei Gläser Honig für die Leckermäuler in der Redaktion mitgebracht. Schön war’s!

Unser Honig beim Cafè am Markt

Seit heute erhalten Sie unseren Honig auch in Ehrenbreitstein im Cafè am Markt. Aktuell vorrätig sind 250g-Gläser Sommerblüte. Verbinden Sie Ihren Einkauf mit einer gemütlichen Tasse Kaffee und einem Stück leckeren Kuchen. Annelie Albert freut sich auf Ihren Besuch. Eine Liste der aktuellen Verkaufsstellen finden Sie unter Kontakt.

Letzte Arbeiten am Bienenstand

Die Bienen haben sich bereits seit Anfang Juli auf den Winter vorbereitet, nun sinken auch die Temperaturen und die Tage werden merklich kürzer und dunkler. Allerdings war der Futterverbrauch durch die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Oktober relativ groß, sodass ich die Fütterung meiner Bienenvölker ungewöhnlich weit in den Herbst ausdehnen musste. Daher sind aktuell bei allen Völkern noch die Futterräume aufgesetzt, die ich nun in den nächsten Tagen endlich abräumen kann. Damit enden für mich die Arbeiten an den Bienen bis zum Wintereinbruch und einer damit verbundenen längeren Kältephase.

Honig von der Bienenkiste bei der Bäckerei Konditorei Gassen

Seit heute gibt es unseren frischen Honig im 250g und 500g Glas auch bei der Bäckerei Konditorei Gassen in Koblenz-Arzheim. Neben dem preisgekrönten Brot und den leckeren Kuchen und Teilchen von Yvonne und Jens Gassen fühlt sich unser Honig sehr wohl und freut sich auf Ihren Besuch in der Bäckerei in Arzheim! Derzeit vorrätig sind Frühlingsblütenhonig und Sommerblütenhonig (cremig oder flüssig) in 250g oder 500g.

Abfüllung des Sommerblütenhonigs

Es ist soweit, der Sommerblütenhonig vom 31. Juli 2018 fließt in die ersten Gläser. Hier ein paar Eindrücke meiner Arbeit…

Bienenwachstücher als Abdeckung

Grundsätzlich versuchen Bienen alle Leerräume zwischen den Waben mit Wachsbrücken (kleinen Wabenstücken) zu versehen. Diese Wachsbrücken entstehen nicht nur seitlich, sondern auch oberhalb und unterhalb der Waben – also auch zum Deckel der Bienenbehausung (der sogenannten Beute). Wenn nun der Imker den Deckel abheben möchte und die Bienen alle Waben zum Deckel mit Wachsbrücken versehen haben, dann ist es im Grunde kaum mehr möglich, den Deckel ohne Beschädigung von der Beute zu nehmen. Darum setzen die meisten Imker Plastikfolien als Auflage auf den obersten Rähmchen ein: Die Bienen bauen dann zwar ebenfalls Wachsbrücken, aber eben nur zwischen dem oberen Rähmchenträger und der Folie. Der Deckel läßt sich also problemlos abheben und auch die Folie kann mühelos abgezogen werden.

In einer naturnahen Imkerei stört Plastik im Bienenvolk – zum einen aus Überzeugung, zum anderen aus rein gesundheitlichen Überlegungen. Ich habe mich daher nach einer Alternative umgesehen und sie gefunden: Wachstücher. Im Winter habe ich Bio-Leinen- und Bio-Baumwolltücher (etwa 240g/qm) mit flüssigem Bienenwachs getränkt. Diese Tücher verwende ich nun seit April in allen Völkern als natürliche Auflage und habe die Plastikfolien entsorgt. Abgesehen vom Arbeitsaufwand und den Kosten für solche Tücher (ein Tuch kostet etwa 10-15 EUR in der Herstellung, im Gegensatz zu 3 EUR für eine Plastikauflage) sehe ich keinen Grund für den Einsatz von Plastikfolien im Bienenvolk.

Koblenzer Frühlingsblütenhonig

Der erste Frühlingsblütenhonig ist geschleudert und bereits abgefüllt. Er ist sehr hell, mild im Geschmack und derzeit noch flüssig – vermutlich wegen des Akazien- bzw. Robiniennektars. Auf den Fotos sind Naturbauwaben aus dem Honigraum zu sehen.

Ein Bienenschwarm

Die Bienen erleben den Frühling im Überfluss und nutzen den Aufwärtstrend bis zur Sommersonnenwende zur natürlichen Vermehrung: Die Arbeiterinnen ziehen (meist etwas verborgen) junge Königinnen heran. Kurz vor deren Schlupf verläßt die alte Königin mitsamt einiger tausend Arbeiterinnen den Bienenstock. Das Spektakel beginnt oftmals zur Mittagszeit und dauert nicht länger als eine halbe Stunde – die Bienen versammeln sich als Traube am Ast eines nahe gelegenen Baumes. Während des Orientierens und Sammelns erinnern die umher fliegenden Bienen an eine dichte Wolke. Ein solcher Bienenschwarm ist absolut ungefährlich. Da die Bienen kein “Zuhause” mehr haben, gibt es auch nichts, was sie verteidigen müßten. Ich bin selbst schon mehrfach durch eine solche Schwarmwolke gegangen – ohne auch nur einmal von einer Biene berührt worden zu sein. Sollte also einmal ein Schwarm in Ihrem Garten vorbeischauen, betrachten Sie diese Aufführung ganz entspannt – es lohnt sich.

Nachdem sich der Schwarm an einem Ast niedergelassen hat, schwirren die Kundschafterinnen aus, um ein neues Zuhause zu finden – früher waren das beispielsweise hohle Baumstämme. Heute sind es leider – mangels natürlicher Möglichkeiten – auch schon mal Schornsteine. Um solche Fehlbesiedelungen zu vermeiden, sollte man nun einen Imker anrufen.

Wenn mich ein solcher Anruf erreicht, packe ich eine Schwarmfangkiste und einen Wassersprüher ein – mehr brauche ich nicht. Sofern der Schwarm gut erreichbar hängt und keine akrobatischen Leistungen verlangt, sprühe ich die Bienen zuerst einmal ordentlich mit kaltem Wasser ein. Das führt dazu, dass sich die Bienen noch enger zusammen kuscheln und auch keine Kundschafterinnen mehr auffliegen. Im nächsten Schritt halte ich die Schwarmfangkiste unter den Schwarm und stoße den Ast ein- oder zweimal kräftig auf den Rand der Kiste. Die Bienen fallen als Traube in die Kiste, die ich dann umgehend verschließe. Die Schwarmfangkiste lasse ich nun noch einige Stunden leicht geöffnet – am besten bis in die Abendstunden – vor Ort stehen, bis alle Kundschafterinnen zurückgekehrt sind. Damit bin ich schon fertig.

Zuhause stoße ich die Bienen – ebenfalls mit ein bis zwei kräftigen Stößen – in ihre neue Beute und bringe diese zu einem entfernten Bienenstand. Die Arbeiterinnen beginnen sofort mit dem Bau der Waben. Bereits nach wenigen Wochen sind die ersten Brutwaben belegt und die Sammlerinnen tragen Nektar und Pollen ein.

Der Bienenschwarm ist die natürlichste Art der Vermehrung der Bienen, auch wenn es dem Imker mehr Mühen bereitet. In der naturnahen Imkerei hat der Schwarm dennoch einen festen Platz. Durch regelmäßige Kontrollen von April bis Ende Juni versuche ich bei meinen Völkern den Zeitpunkt des Schwärmens abzuschätzen und “nehme den Schwarm vorweg”. Dazu entnehme ich dem Bienenvolk kurz vor dem Schwarm die alte Königin und einige tausend Flugbienen und gebe ihnen eine neue Beute. Das ist ein naturnaher Kompromiss – der manchmal auch schief geht, dann muss ich doch auf eine Leiter steigen 🙂

Honig von der Bienenkiste bei Bäckerei Sascha Kamp

Ab sofort gibt es unseren leckeren Koblenzer Honig auch bei der Bäckerei Sascha Kamp in der Hohenzollernstrasse – sowohl im 500g Pfandglas, als auch im kleinen 250g Pfandglas. Ganz aktuell die Sorte “Sommerblüte” mit dem leichten Aroma der Linde. Zusammen mit den herrlichen Leckereien von Sascha Kamp fühlt sich unser Honig hier richtig wohl und freut sich auf Ihren Besuch in der Bäckerei – das Wochenende kann kommen 😉

Die Bienen fliegen wieder

Es ist soweit – die Bienen fliegen wieder. In den kommenden Wochen stehen einige Arbeiten an:

  • 9 Bienenvölker erhalten ein neues Haus (Beute) – die neuen Beuten sind etwas schmaler und leichter, damit einfacher zu heben
  • die bisherige Abdeckfolie im Deckel ersetze ich durch ein mit Wachs getränktes Bio-Leinentuch
  • ein neuer Bienenstand im Blindtal muss noch hergerichtet werden
  • 4 Bienenvölker aus Vallendar ziehen zum neuen Stellplatz im Blindtal um

Und da ich bereits einige Male gefragt wurde: Alle Bienenvölker haben den Winter überlebt 🙂